4.3 Pfosten einbetonieren

Zaun-, Tor-, Pergola- und Terrassenpfosten, in ein Loch im Boden gesetzt.

Querschnitt eines einbetonierten Pfostens: unten im Loch eine Kiesunterlage, darauf der Pfosten, rundherum Beton bis zu einer abgeschrägten Oberseite auf Geländehöhe. 0,9 m 4 Pfosten 100 × 100 mm 3 Abgeschrägte Oberseite leitet Wasser ab 2 Beton 1:2:4 · mindestens 0,9 m 1 Kiesunterlage 8/16 mm · gestampft
Querschnitt für einen 100-mm-Pfosten, 0,9 m tief gesetzt.

Auf einen Blick

Schwierigkeit
1 von 4
Zeitaufwand (Schätzung)
1 Stunde je Pfosten
Werkzeug
Pfostenlochspaten oder Erdbohrer, Wasserwaage, zwei Stützlatten und Schrauben, Eimer oder Betonmischer, Stocherstab
Aufbau
  1. 1  Kiesunterlage
  2. 2  Beton

Was Sie brauchen je Pfosten, 100-mm-Pfosten in einem 300-mm-Loch, 0,9 m tief

MaterialKörnungArtMenge
Kiesunterlage 8/16 mm Gewaschen etwa 1 Eimer
Sand 0/4 mm Gewaschen 34 kg
Kies 8/16 mm Gebrochen oder rund 75 kg
oder 4/8 mm Für schmale, gebohrte Löcher
Zement – Normalzement (DIN EN 197-1) 16 kg

Warum 4/8 oder 8/16?

4/8 mm

Für schmale, gebohrte Löcher, bei denen der Spalt um den Pfosten unter 80 mm liegt. Das Korn muss unter einem Fünftel dieses Spalts bleiben.

8/16 mm

Für breitere Löcher. Ein 300-mm-Loch um einen 100-mm-Pfosten lässt einen Spalt von 100 mm, da passt Kies 8/16 mm problemlos.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Das Loch mindestens 0,9 m tief graben.

    Graben Sie in sandigem oder nassem Boden tiefer, und rechnen Sie Platz für die Kiesunterlage dazu. Machen Sie das Loch so breit, dass rund um den Pfosten ein kräftiger Betonkragen bleibt.

    Das leere Loch
  2. 2

    Eine Lage Kies 8/16 mm einfüllen und stampfen.

    Der Pfosten steht darauf statt auf dem Boden, und Wasser kann abfließen.

    Kies im Loch
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    Den Pfosten aufstellen und lotrecht abstützen.

    Prüfen Sie zwei benachbarte Seiten mit der Wasserwaage. Schrauben Sie an jede Seite eine Stützlatte und pflocken Sie sie im Boden fest.

    Pfosten mit Stützlatten
  4. 4

    1 Teil Zement, 2 Teile Sand, 4 Teile Kies mischen und das Loch füllen.

    Füllen Sie in Lagen ein und stochern Sie jede Lage durch, um Luft auszutreiben. Schrägen Sie die Oberseite vom Pfosten weg ab, damit Wasser abläuft.

    Um den Pfosten auffüllen
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    Noch einmal das Lot prüfen, dann abgestützt lassen.

    Solange der Beton weich ist, sind kleine Korrekturen möglich. Lassen Sie die Stützlatten dran.

    Wasserwaage am Pfosten
  6. 6

    Mindestens 7 Tage feucht halten, dann die Felder einhängen.

    Halten Sie die Oberseite nass oder abgedeckt, während der Beton an Festigkeit gewinnt.

    Fertiger Pfosten mit Zaunfeld
Technische Daten
TeilKörnungDickeAusführung
1 Kiesunterlage8/16 mm–Gestampft.
2 Beton8/16 mmmindestens 0,9 m1 : 2 : 4. Durchgestochert. Oberseite abgeschrägt.

Tiefe

Zaunpfosten mindestens 0,9 m (3 ft) tief, in sandigem oder nassem Boden tiefer (Zaunspezifikation des USDA NRCS). Pfosten, die sich bei Frost nicht bewegen dürfen, kommen bis unter die örtliche Frostgrenze.

Lochbreite und Kiesunterlage

Machen Sie das Loch so breit, dass ein kräftiger Betonkragen rund um den Pfosten entsteht. Bringen Sie unten eine gestampfte Lage sauberen Kies ein, damit der Pfosten nicht auf dem Boden steht und Wasser abfließt.

Korngröße

Das Größtkorn darf höchstens ein Fünftel des engsten Spalts betragen, durch den es hindurch muss (ACI 318). Bei einem 300-mm-Loch und einem 100-mm-Pfosten ist der Spalt 100 mm, Korn bis 20 mm passt also.

Mischung

Nehmen Sie dieselbe Mischung 1 : 2 : 4 wie für die Bodenplatte in 4.1.

Quellen

  1. USDA NRCS fence specification 382 (Texas): Pfosten mindestens 3 ft (0,9 m) tief, in sandigem oder nassem Boden tiefer; Betonoberseite abschrägen, damit Wasser abläuft
  2. FAO Farm Structures, ch. 3: Concrete: Mischungen und Mengen je m³, Größtkorn ≤ ¼ der dünnsten Stelle, Schlammprobe für Sand, Schüttdichten, Lagen ≤ 150 mm, mindestens 7 Tage feucht halten, Schalung nach 3 Tagen entfernen
  3. ACI 318-19 §26.4.2.1 Größtkorn ≤ ⅕ der Schalungsbreite, ⅓ der Plattendicke, ¾ des Stababstands (American Concrete Institute FAQ)
  4. US HUD / NAHB Research Center: Frost-Protected Shallow Foundations, Phase II: Frosttiefe vor allem durch die Winterlufttemperaturen bestimmt (Frostindex), dazu Bodenart, Bodenfeuchte, Schnee und Bodenbedeckung; nahe einem beheizten Gebäude liegt die Frostgrenze höher
  5. National Research Council Canada, CBD-26: Ground freezing and frost heaving: wachsende Eislinsen heben den Boden, oft um 100–200 mm; Fundamente unbeheizter Gebäude, die nicht bis unter die Frostgrenze reichen, werden oft beschädigt
  6. American Concrete Institute FAQ: consolidation: Stochern bei fließfähigen Mischungen, Stampfen bei steifen, Rütteln innen oder außen
  7. Mile High Flood District: curing specification (based on ACI 308.1): mindestens 7 Tage nachbehandeln, eine verbleibende Schalung zählt als Nachbehandlung
  8. EN 12620 Aggregates for concrete (DIN)
  9. EN 206 Concrete: specification, performance, production and conformity (EVS; ab 1. Oktober 2026 zurückgezogen und ersetzt durch EN 206-1:2026 und EN 206-2:2026)

Die Mengen gelten für ein 300 mm breites Loch: etwa ein Eimer Kies und 0,055 m³ Beton um einen 100-mm-Pfosten, 0,9 m tief gesetzt. Sie beruhen auf der FAO-Tabelle für 1 : 2 : 4 je m³ und 1,55 t/m³ für losen Kies. Sie enthalten keinen Verlust.

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