GLAREUM.NET›Kapitel 5

5 Mörtel, Putz und Estrich

Arbeiten mit feinem Sand. Gewaschener Sand mit wenig Ton, gemischt mit Zement und oft Kalk. Je dünner die Schicht, desto feiner der Sand.

  1. 5.1Ziegel und Steine mauernMörtel für Mauern und Pfeiler. Sand 0/2 oder 0/4 mm in 10-mm-Fugen, meist 1 Zement : 1 Kalk : 6 Sand.
  2. 5.2Wand verputzenZweilagiger Putz auf Mauerwerk. Sand 0/4 mm im Unterputz, 0/1 oder 0/2 mm im dünnen Oberputz.
  3. 5.3Estrich verlegenEine ebene Sand-Zement-Schicht auf einer Bodenplatte. Scharfer Sand 0/4 mm, 1 Zement : 4 Sand, erdfeucht eingebaut.

Die Mischungen in diesem Kapitel Zement : Kalk : Sand

MischungVerwendungAbgemessen nachKlasse
1 : 1 : 6Mauern über dem Boden, Unterputz (5.1, 5.2)VolumenM4
1 : ½ : 4–4½Mauern nahe am oder im Boden, wo sie nass bleiben (5.1)VolumenM6
1 : 2 : 9Schwacher Oberputz auf weichem Mauerwerk (5.2)VolumenM2
1 : 4Estrich, Zement : Sand (5.3), etwa 1 : 3½ nach EimernGewicht–

Mörtelmischungen und -klassen aus dem britischen Nationalen Anhang zu Eurocode 6 (Tabelle NA.2). Estrichmischung wie in 5.3. Loser Zement wiegt etwa 1,4 t/m³ und trockener Sand etwa 1,6 t/m³, ein Estrich 1 : 4 nach Gewicht entspricht also etwa 1 : 3½ nach Eimern.

Warum die Sandkörnung zählt

Jedes Korn muss mit Bindemittelleim drumherum in die Schicht passen. Eine 10-mm-Fuge oder ein 12 mm dicker Unterputz verträgt Sand bis 4 mm. Ein dünner Oberputz braucht feineren Sand, ein glatter Oberputz noch feineren. Feine und grobe Gesteinskörnung werden bei 4 mm getrennt (DIN EN 12620), deshalb ist aller Sand in diesem Kapitel 0/4 mm oder feiner.

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